Brandhaus Würzburg

 

Von 10. bis 11. Juni 2013 fuhren sechs unserer Atemschutzgeräteträger auf einen Atemschutzlehrgang in das Brandhaus nach Würzburg.

Dort angekommen,  ging es nach Bezug der Zimmer und Verstauung der Gerätschaften direkt los mit einer kleinen Einführung des Lehrgangsleiters.  Kurze Zeit darauf ging es auch schon mit dem Ernstfall los:

 

Garagenbrand! - lautete der Einsatzbefehl

 

Jeweils im Trupp (2 Atemschutzgeräteträger) ging es zur Brandbekämpfung in die völlig verqualmte Garage.  Die „Einsätze“ werden in dem Brandhaus realitätsnah dargestellt, so dass die Verqualmung in der Garage so dicht war, dass man die Hand vor Augen nicht sehen konnte. Zusätzlich durch die Hitze der reellen Brände war diese erste Einsatzübung ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte.

Bei der zweiten Einsatzübung ging es dann weiter in das 1. Obergeschoss. Hier wurde ein Wohnungsbrand, ausgelöst durch einen Küchenbrand, simuliert. Die dortige Hitze- und Rauchentwicklung durch den Brand in mehreren Räumen war enorm. Gerade bei der Brandbekämpfung wurde uns wieder deutlich, welche Hitze durch Wasserdampf entstehen kann.

Nach zwei vollendeten Einsatzübungen konnten wir den Tag mit den angebotenen Aktivitäten,  wie z.B. Kicker, Billard, Tischtennis, oder Kegeln, ausklingen lassen.

 

Am zweiten Tag um 8:00 Uhr ging es dann schon wieder ans Eingemachte:

 

Kellerbrand mit vermissten Personen

 

Unter Atemschutz ging es dann zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den Keller, wo uns sofort wieder eine extreme Hitze und Rauchdichte entgegen kam. Ein kleines Schmankerl des Übungsleiters war ein Flash Over (Durchzündung), der den Entstehungsbrand zu einem Vollbrand simulieren sollte. Dies erschwerte uns natürlich die Suche nach der vermissten Person enorm. Dort ebenfalls versteckt waren zwei Propangasflaschen, welche zusätzlich in Sicherheit gebracht werden mussten.

Als zweiten Übungseinsatz wurde uns ein Wohnungsbrand serviert, welcher uns durch die Suche und Rettung eines schreienden Baby’s  in eine enorme Stresssituation bringen sollte. Rauch und Hitze erschwerten uns die Suche erneut. Doch letztlich konnten wir das Baby, natürlich gesund und lebendig, in Sicherheit bringen und den Wohnungsbrand löschen.

 

Am Dienstag Nachmittag traten wir dann die Heimreise an und waren sehr froh über die neuen Erkenntnisse und Erfahrungen, welche wir dort gewinnen konnten. Diese und die Anmerkungen der Ausbilder werden uns auf jeden Fall für den nächsten Einsatzfall in Erinnerung bleiben.

 

Daniel Vetter