Faschingsball

 

Rock 'n' Roll, Petticoats und Elvistollen im Stadtsaal

 

Heiß her ging es beim diesjährigen Feuerwehrball am 19. Januar 2013 im Stadtsaal unter dem Motto „Rockabilly – Manche mögen's heiß(er)“. Im Stil der 50er Jahre ließen die Damen ihre bunten Petticoats fliegen und die Herren beeindruckten mit schwarzen Haartollen. Wie in den vergangenen Jahren warteten die Feuerwehrler traditionell mit einfallsreicher Dekoration auf. Ob Cadillac-Front am Eingang, zwei echte Harley Davidson im Foyer oder überlebensgroße Rockabilly-Figuren im Saal – Feuerwehrball-Deko-Chef Stefan Geyrhalter und seine Helfer sorgten für das richtige 50s-Feeling. Selbst ein Fiat 500 und ein Goggomobil fanden ihren Weg in den Kaufbeurer Stadtsaal. Für die Damen hatte der Weg in den Saal noch eine kleine Hürde in sich: À la Marilyn Monroe flogen die Röcke hoch, wenn sie den Luftschacht passierten, den die Floriansjünger mit Druckluft ausgestattet hatten.

 

Im restlos ausverkauften Stadtsaal ging dann sofort nach Einlass die Post ab. Bereits ab 18 Uhr lockte die Rockabilly-Musik von den „Red Back Spyders“ die Gäste auf die Tanzfläche. Wem noch nicht nach einem flotten Rock'n'Roll war, der konnte sich im Vorprogramm die Zeit mit einem überdimensionalen Flipper aus Holz vertreiben. Hier galt es, Abbilder bekannter Feuerwehrmitglieder umzukegeln. Nach dem Vorprogramm übernahmen die Mercuries die musikalische Gestaltung des Abends und sorgten ebenfalls für eine gut gefüllte Tanzfläche.

 

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Im ersten Kaufbeurer Autokino versorgte zunächst eine Bedienung auf Rollschuhen die Insassen mit Milchshakes, bevor bewegte Schwarz-weiß-Bilder mit Tony Curtis, Marilyn Monroe & Co. über die Leinwand flimmerten. Im Filmchen „USA – Unser schönes Allgäu und die Feuerwehr“ wurde der bekannte Feuerwehrspot neu vertont – auf Allgäuerisch und Gablonzerisch. Auch der Kultfilm „Eis am Stil“ erhielt einen neuen Titel („(Sch)eis am Stil“) und wurde so zum „Drama einer deutschen Kleinstadt in den 50ern“. Hier unterhielten sich die Figuren u.a. über den neuen Stadtsaal-Wirt, den ESVK und sein Stadionproblem, den Streit um den größten Adventskranz der Welt oder die nicht mehr vorhandenen grünen Pfeile in Kaufbeuren. Beim Mottoball durften natürlich auch die Blues Brothers und Elvis nicht fehlen, die zum Playback die Hüften kreisen ließen. Der künstlerische Leiter des Feuerwehrballs, Florian Erdt, hatte aber noch mehr zu bieten: Zum Grease-Hit „You're the one that I want“ tanzte eine Truppe Floriansjünger. Besonders viel Aufwand steckte auch in einer Tanzeinlage zu einem Song von Glenn Miller. Rund 25 Feuerwehrler und ihre Partnerinnen probten wochenlang mit Stephanie Sams, um die Petticoats zeitgemäß fliegen zu lassen. Ebenfalls für beste Stimmung sorgten die Buronia Dream Boys.

 

Vereinsvorsitzender Hubert Weikmann zeigte sich zufrieden. Er betonte den Zusammenhalt rund um die Organisation des Feuerwehrballs und auch den großen Einsatz junger Feuerwehrler.

 

(Elena Schönhaar)   

 

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